Was wäre, wenn die Geschichte anders erzählt würde, andere Aspekte als die von Männern geprägten Lebensdoktrinen weitergegeben, andere Fähigkeiten wahrgenommen und ins Zentrum gestellt würden?
9. Februar 2026, 19 Uhr, Lesung aus Ingrid Strobels
„Vermessene Zeit – Der Wecker, der Knast und ich“
im Cheesmeyer, Sissach. Auf Kollekte-Basis.
Ingrid Strobel, 1952 – 2024, war Journalistin, Aktivistin, Buchautorin und Dokumentarfilmerin. Ohne Ihr unermüdliches Forschen, in Kontakt und Gespräch kommen mit den Überlebenden Frauen, die im Widerstand gegen den Nationalsozialismus tätig waren, wäre auch dieser Teil der weiblichen Geschichte ungehört geblieben.
Ihr Buch „Sag nie, du gehst den letzten Weg“, Frauen im bewaffneten Widerstand gegen Faschismus und deutsche Besatzung – gilt heute als Standardwerk und wurde von ihr in der Zeit ihrer Inhaftierung, welche sie in „Vermessene Zeit“ beschreibt, verfass. Aus ihren Leben und Werk erzählen und lesen Carmen Dalfogo und Anina Jendreyko.
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15. Februar 2026, 17 Uhr, Lesung und Gesang
Nitsa Gavriilidou – Frauen auf Makronisos
im Cheesmeyer, Sissach. Auf Kollekte-Basis.
Clémence Gabrielidis und Anina Jendreyko. Über das Leben und den Widerstand der Frauen auf Gefangeneninsel Makronisos / Griechenland.
Abertausende, die am Widerstand gegen die deutsche Wehrmacht in Griechenland teilgenommen hatten, wurden nach der Befreiung verfolgt und von einer Gefangeninsel zur nächsten geschleppt. Viele kamen ums Leben. Nitsa war auch unter ihnen – bis sie gemeinsam mit 5000 Frauen auf Makronissos landete. Ihr Buch ist ein Zeithistorischen Dokument.
Den Füller zu ergreifen und ein Buch über Makronisos zu schreiben ist etwas Schwieriges, besonders, wenn du bereits achtundsiebzig Jahre alt bist. Ich habe mich dazu entschieden, weil ich in einer Zeitung einen Bericht las, bei dem es mir die Sprache verschlug. Da stand: «Auf Makronisos gab es während den Jahren, in denen die Insel als nationale Reformanstalt fungierte, keine Frauen (…).»
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1. März 2026, 17 Uhr, Mutige Frauen – Erinnern ins Jetzt
Aus dem Leben von Gertrud Woker, Clara Thalmann und anderen, Filmausschnitte, Biografien, Texte mit dem Ensemble der Volksbühne Basel
im Cheesmeyer, Sissach. Auf Kollekte-Basis.
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19. April 2026, 17 Uhr, Rose Ausländer *ABGESAGT*
Ein Abend der durch das Werk von Rose Ausländer führt
im Cheesmeyer, Sissach. Auf Kollekte-Basis.
Gedichte, Texte und Biografisches
Rose Ausländer (* 11. Mai 1901 in Czernowitz- Österreich/Ungarn; † 3.Januar 1988 in Düsseldorf) war eine aus der Bukowina stammende Lyrikerin. Sie lebte in Österreich-Ungarn, Rumänien, den USA, Österreich und Deutschland. Schreiben war für Rose Ausländer gleichbedeutend mit Leben und Überleben, in einem Leben, das geprägt war von Flucht, Exil, Heimatlosigkeit und Suche.
«Warum schreibe ich? Weil ich, meine Identität suchend, mit mir deutlicher spreche und dem wortlosen Bogen. Er spannt mich. Ich bin gespannt auf die Wörter, die zu mir kommen wollen. Ich rede mit ihnen zu mir, zu dir, rede dir zu, mich anzuhören.»
Die Welt denkt mich
und fragt
Wo suchst du mich
wo findest du mich
Ich reite auf einer
Wolke aus Worten
und antworte
HIER
Weiterbildung
Short Advanced Studies (SAS): Traumasensible Theaterarbeit und Resilienzförderung im interkulturellen Kontext
Diese praxisorientierte Weiterbildung vermittelt fundierte Kompetenzen und Tools für den Berufsalltag in der interkulturellen Arbeit.
Dozierende: Anina Jendreyko & Daniel Bausch
Donnerstag, 26. Februar – Samstag, 28. Februar 2026 Donnerstag, 9. April – Samstag, 11. April 2026 Anmeldeschluss: 31. Januar 2026